RV Basilisk

AGS Tour de Suisse

Radfahrerverein Basilisk, 4002 Basel, gegr. 1905

AGS Tour de Suisse 2002

Bei der 24. Austragung dieser tollen Einrichtung der Allgemeinen Gewerbeschule (AGS) Basel, durfte ich schon zum 7. Mal teilnehmen, diesmal nicht als einziger "Basilisker", Patrick Fankhauser ausVor dem Start: No-ne Fötteli Oberwil war zum 1. Mal dabei, sehr erfreulich.
Leider waren dieses Jahr nur gerade 17 männliche und 2 weibliche Teilnehmerinnen, inkl. Gruppenleiter, auf dem Velo dabei.
Wir fuhren wie immer gruppenweise, nach Trainingskilometern und sonstigem Fitnessstand eingeteilt, im gleichen Team wurden auch alle anfallenden Arbeiten erledigt.

Am Sonntagmorgen, 30. Juni, besammelten wir uns alle auf dem AGS-Schulhof.
Nach einigen Erläuterungen von Roland Müller, dem Tourleiter, an alle Teilnehmerinnen und Angehörigen, starteten wir um 09.00 Uhr, einheitlich in unsere gesponserten Einheitstricot's gekleidet, zur ersten Etappe. Wie immer wurden wir geleitet von unseren zuverlässigen Motorradbegleitern. Über Rheinfelden-Frick ging es über den Bözberg nach Brugg. Herr Nietlispach, Direktor der AGS, begleitete uns mit dem Velo bis nach Stein. Weiter über Birmensdorf-Mellingen-Bremgarten-Mettmenstetten-Sihlbrugg-Hirzel-Schönenberg-Samstagern-Wollerau-Pfäffiko n wurde Lachen nach 132 km in 4:25h erreicht, was einen beachtlichen Schnitt von über 30 km/h ergab. Dies alles bei schönstem Wetter und fast leeren Strassen (WM-Final!). Auch wir konnten uns in dieser tollen Unterkunft den Match noch ansehen, sehr zur Freude der einen (Fabian, Sohn von Töff-Werner) und Stefan, dem "Finalverlierer".

Zur zweiten Etappe, bei wiederum schönstem Wetter, ging es nach absolviertem Fototermin, über Siebnen-Näfels-Mollis zum erstenmal hoch, über den Kerenzerberg nach Walenstadt, Tutto in Gruppoweiter nach Sargans-Landquart-Chur - Domat/Ems-Bonaduz hoch über Versam nach Illanz, um über Danis dann die 7 km lange happige Schluss-Steigung nach Brigels, mit 1'283 m.ü.M. zu erreichen. Wir legten die Distanz von rund 140km in 5:17h zurück. Abends wurde das Wetter immer schlechter und in der Nacht regnete es.

Am Dienstagmorgen war es immer noch stark bewölkt und leicht nass. Trotzdem starteten wir erwartungsfroh zum dritten Teilstück. Zuerst ging es runter ins Tal nach Danis, dann aber schon wieder langsam hoch bis Disentis, von wo wir dann den Lukmanierpass mit 1'914 m.ü.M. erklommen. Kurz vor der Passhöhe kam zum starken Gegenwind noch Regen dazu und es war sehr kalt (4°C). Gut eingepackt wurde die sehr nasse Abfahrt absolviert, etwa in Olivone hörte dann der Regen auf. Über Acquarossa wurde Malvaglia erreicht, wo wir unseren Imbiss einnahmen (Foto in BZ!). Danach ging es über Biasca-Lodrino-Gorduno-Sementina-Gordola-Minusio-Locarno nach Ponte Brolla, von wo es ins Maggiatal über Someo nach Cevio, unserem Etappenziel ging, wo wir für 2 Tage bleiben sollten. Diese lange Strecke von 152 km legRuhetag: Hanspi, wie man ihn kennt ...ten wir in 5:43h zurück.

Der Mittwoch war wie immer unser wohlverdienter Ruhetag. Am Vormittag veranstalteten wir auf dem Sportplatz diverse Plauschdisziplinen wie Volleyball, Basketball, Golf und Schlauchwerfen, welche dann mit den absolvierten Trainings-km eine Rangliste ergaben. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Ich wollte, wie immer, eine lockere Ausfahrt machen, leider ohne Hans Kaufmann, unseren grosartigen Organisator im Hintergrund, der momentan leider nicht Velofahren darf. Dafür überredete mich unser "Joker-Gruppenleiter", Dominique Müller, mit ihm nach Bosch Gurina, einem ehemaligen Tour de Suisse-(Profi!)-Etappenort hoch zu fahren. Von Cevio mit 418 m.ü.M. ging es hoch auf 1'504 m.ü.M. bei einer Distanz von 17 km! Von wegen lockerer Ausfahrt. Leider fing es schon im Aufstieg an zu regnen. Oben, bei unserer verdienten Pause, trafen wir noch einige Teilnehmer von uns an, welche uns aber nicht beneideten, bei diesem scheußlichen Wetter diese Abfahrt hinter uns zu bringen. Wir absolvierten die 34 km in 1:45h, zum Glück unfallfrei!

Am Donnerstagmorgen, bei wiederum sehr schönem Wetter, fuhren wir zuerst das Maggiatal runter bis Ponte Brolla, um von dort das schöne Centovalli auf dem Fahrrad zu Hanspi im Schuss - er zeigt's den Jungen ...genießen. Bis Santa Maria leicht steigend, dann kurze rasante Abfahrt Richtung Domodossola, wo dann der lange Aufstieg zum Simplonpass mit 2'006 m.ü.M. begann.  Je weiter wir nach oben kamen, desto stärker wurde der Wind. Endlich oben angekommen, konnten wir uns verpflegen. Dann wurde die 20 km lange Abfahrt mit etlichen Baustellen unterwegs bewältigt, zudem kam uns noch eine Kuhherde auf der Strasse entgegen - Vorsicht war angesagt. Ab Brig ging es dann über Naters-Mörel hoch nach Fiesch, weiter bis Führgangen, wo es dann nochmals anstieg (ca. 5 km) bis Bellwald, welches wir nach wiederum ca. 152 km in fast 7h erreichten. Es war eine nahrhafte Königsetappe, Wind, Hindernisse, Höhenmeter und Hitze waren zu ertragen!

Am Freitag, zur fünften Etappe, bei angenehmen Wetter, fuhren wir von Bellwald runter ins Goms nach Münster-Ulrichen-Oberwald, hoch nach Gletsch, um dann den Grimselpass mit 2'165 m.ü.M., dem Dach der diesjährigen Tour, zu erklimmen. Nach kurzem Halt auf der Passhöhe, kleideten wir uns für die 32 km lange Abfahrt nach Innertkirchen ein, wobei Höchstgeschwindigkeiten von über 100 km/h erreicht wurden - Wahnsinn. Zum Glück erreichten alle gesund den Mittagshalt. Danach fuhren wir bei der Aareschlucht vorbei und erreichten Meiringen, von wo es wieder anstieg, der Brünigpass,  rund 1000 m.ü.M. stand bevor. Diesen erstrampelt, gab es dafür wieder eine tolle Abfahrt nach Lungern, weiter über Giswil-Sarnen-Kerns-Wisserlen-Stans, wurde Buochs, unser letzter Übernachtungsort nach 124 km in 4:45h erreicht.

Zur Schlussetappe starteten wir in Buochs bei sehr starkem Regen, zur Abwechslung mal was anderes! Über Stans-Stansstad-Hergiswil-Horw wurde dann Luzern durchquert. Der Regen ließ allmählich nach. So ging es weiter über Emmen-Eschenbach-Hochdorf-Beinwil a.S.-Reinach-Unterkulm-Gränichen-Suhr-Aarau nach Erlinsbach, von wo aus die Saalhöhe erstrampelt wurde, runter nach Kienberg gerast, um den Schwung auszunützen nach Anwil hoch zu kommen, wo wir unseren Mittagshalt absolvierten. Über Rothenfluh-Gelterkinden-Sissach, wo uns der Regen kurz überraschte, ging’s weiter über Liestal-Pratteln nach Muttenz zur Gewerbeschule. Dort zogen wir unsere trockenen AGS-Spezialtricot's an. Dann ging es hinter den vorausfahrenden Motorradbegleitern Werner, Alex und Urs, nach gut 128 km in 4:30h auf den AGS-Schulhof, wo wir unter dem Beifall unserer Angehörigen diese tolle und anspruchsvolle Tour nach total 828 km beendeten. Ich saß für diese Distanz total 31:40h im Sattel, was für uns Hobbyfahrer in der zweiten Gruppe einen beachtlichen Schnitt von über 26km/h ergab.

Roland Müller, unser umsichtiger Tourenchef, nahm dann die Verteilung, der wie immer von der Firma Bossert Basel gestifteten Pokale vor, welche für Leistungen u.a. am Ruhetag beim Plauschwettbewerb, erzielt wurden. Auch wir Begleiter wurden mit einem kleinen "Präsent" überrascht. Auch ich möchte allen Betreuern herzlich danken, vor allem unserer Küchencrew, Werner und Reinhard, welche uns kulinarisch so verwöhnte, dass jeder diese tolle Leistung vollbringen konnte.

Es wäre dem ganzen AGS-Leiterteam zu gönnen, wenn nächstes Jahr zur 25. Jubiläums-Tour ein paar TeilnehmerInnen mehr dabei sein würden. Wie sagte doch Dominique nach seiner ersten Teilnahme so schön: "Bei Euch läuft einfach alles so geordnet ab, ein total eingespieltes Team".

Zum Schluss allen nochmals danke, den Betreuern, Begleitern und vor allem allen Sponsoren, ohne deren Unterstützung eine solch attraktive Tour gar nicht durchführbar wäre.

H.P. Krein

Weitere Info's und alle Bilder

Wir danken Hanspi für den tollen Bericht - so macht’s Spass

Seite letzmals aktualisiert: 12/08/04 12:23:36 by JMC